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"Die Waldorfschule muss eine wirkliche Kulturtat sein, um eine Erneuerung unseres Geisteslebens der Gegenwart zu erreichen. Wir müssen mit Umwandlung in allen Dingen rechnen; die ganze soziale Bewegung geht ja zuletzt auf Geistiges zurück und die Schulfrage ist ein Unterglied der großen geistigen brennenden Fragen der Gegenwart. Die Möglichkeit der Waldorfschule muss dabei ausgenützt werden, um reformierend, revolutionierend im Schulwesen zu wirken."

Rudolf Steiner; aus der Ansprache am Vorabend des Beginns der ersten Lehrerschulung

Unsere Begleitung

Die Begleitung des pädagogischen Personals an Waldorfschulen durch das IfB umfasst folgende Bereiche:

  • Berufseinführung von Berufsanfängern
  • Begleitungsprozess der Probezeit
  • Vorbereitung und Begleitung von Anerkennungsverfahren
  • Berufsbegleitung bereits tätiger Lehrer

Berufseinführung von Berufsanfängern

Die Berufseinführung ist für Lehrerinnen und Lehrer konzipiert, die das erste Mal für längere Zeit an einer Waldorfschule eigenverantwortlich Unterricht geben. Damit beginnt eine neue Phase in ihrer Biographie. Soll sie gelingen, braucht es einen Rahmen, in dem der Lehrer jede Hilfe bekommt, die er benötigt, und in dem er ohne allzu gravierende Konsequenzen auch Fehler machen kann. Das ist nur bei einer engen und vertrauensvollen Betreuung und Begleitung möglich. Dies soll die Berufseinführung leisten.

Der Berufsanfänger soll teilnehmend und zugleich kritisch auf seinem individuellen Weg begleitet und unterstützt werden:

  • bei dem Prozess der Identifikation mit den Aufgaben des Lehrers an einer Waldorfschule und
  • bei dem Prozess der Distanzierung von sich selbst, so dass die eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden
  • bei der Vertiefung der pädagogischen Kenntnisse
  • bei der Weiterbildung in fachlicher und methodisch-didaktischer Hinsicht
  • bei der Erarbeitung der anthroposophischen Menschenkunde
  • im Umgang mit Schülerinnen und Schülern
  • bei der Arbeit im Kollegium, mit den Eltern und in der Selbstverwaltung

Während der Berufeinführung soll auch die individuelle Bereitschaft zur Weiterbildung impulsiert werden. Die Berufseinführung ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zur Lehrerausbildung. Die Grundlagen der Waldorfpädagogik werden vertieft, hauptsächliches Ziel ist es aber, bei der Umsetzung der bereits erworbenen Fähigkeiten zu helfen. Im Vordergrund steht die konkrete Arbeit in der Schule.

Begleitung der Probezeit

Wenn der Begleitungsprozess der Probezeit gar nicht oder nicht umfänglich genug von schulinternen Mentoren geleistet werden kann, stehen die Mentoren des IfB für die Probezeitbegleitung nach individueller Absprache zur Verfügung.

Begleitung bei Anerkennungsverfahren

Die Vorbereitung und Begleitung übernimmt das IfB auf der Grundlage einer dokumentierten Berufseinführung. Die Anzahl der dazu notwendigen Unterrichtsbesuche und die Art weiterer Maßnahmen werden zwischen der Schule, dem Berufsanfänger und dem IfB, vereinbart und vertraglich festgelegt. Der Mentor unterstützt den Berufsanfänger bei den Vorbereitungen des Entfristungs- bzw. Feststellungsverfahrens. Er begleitet die Prüfung und vertritt gegebenenfalls die Schule.

Begleitung bereits tätiger Lehrer

Die Unterstützung bereits tätiger Lehrer an Waldorfschulen dient im Wesentlichen der Fortentwicklung ihrer unterrichtlichen und/oder ihrer sozial-integrativen Fähigkeiten (Zusammenarbeit, Kommunikation, Konfliktfähigkeit…). Quantität und Ziele der Maßnahmen werden zwischen dem Lehrer, der Schule und dem IfB vereinbart.